Arbeitsvermittler werden
Über 5 Millionen Arbeitslose, das entspricht einer Quote von über 10 Prozent!
Noch nie gab es so viele Arbeitssuchende in Deutschland und trotzdem sind derzeit mehr als
800.000 Stellen unbesetzt. Hauptsächlich nur aufgrund mangelnder Koordination, denn
eigentlich sind für fast alle freien Stellen auch ausreichend qualifizierte Kräfte
vorhanden. Ideale Voraussetzungen also für private Arbeitsvermittler, die mit Elan und
Engagement für Bewegung am Arbeitsmarkt sorgen und dabei sogar selbst gut verdienen.
Eigentlich müßte man sich bedanken für die Unfähigkeit der Arbeitsämter,
denn für private Arbeitsvermittler sind goldene Zeiten angebrochen. Nie konnte man so
schnell und einfach zu Geld kommen wie heute, und es sind weder große Investitionen noch
eine spezielle Ausbildung dazu erforderlich. Jeder, der eine der 800.000 freien Stellen
mit einem Arbeitslosen besetzen kann, bekommt als Vermittler viel Geld von Staat dafür.
Für jeden vermittelten Arbeitslosen ist das Arbeitsamt bereit, 2.000 Euro
Vermittlungsprovision auszugeben (für vor 01/2005 ausgestellte Vermittlungsgutscheine je
nach Dauer der Arbeitslosigkeit 1.500, 2.000 oder 2.500 Euro), weil es dann ja langfristig
das Arbeitslosengeld einspart. Mit nur wenigen Vermittlungen im Monat ist so für private
Arbeitsvermittler ein beträchtliches Einkommen zu erzielen. Aber wie stellt man das an?
Besondere Qualifikationen oder auch eine Vermittlungslizenz des Arbeitsamtes sind nicht
erforderlich, es reicht eine gewöhnliche Gewerbeanmeldung, die in Ihrem zuständigen
Rathaus nur etwa 20 Euro kostet. Preiswerter kann man sich wohl kaum eine neue Existenz
aufbauen. Was Sie allerdings mitbringen müssen, sind Kontaktfreudigkeit, Menschenkenntnis
und natürlich vor allem Energie und Spass an der Arbeit.
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